

Ketamintherapie
Seit einigen Jahren arbeiten Dr. Edgar Mestre und Jörg Schaude mit Ketamin als Unterstützung psychischer Prozesse im Rahmen von Psychotherapie und psychologischer Begleitung.
PatientInnen werden meistens von PsychiaterInnen oder HausärztInnen zur Abklärung und, wenn geeignet, Therapie mit Ketamin zugewiesen.
Als PatientIn können Sie sich auch, am besten nach Absprache mit ihrer medizinischen Betreuungsperson, direkt zur Abklärung, ob eine Ketamintherapie bei Ihnen infrage kommt, anmelden.
Ketamin wird je nachdem, als Nasenspray, Schmelztabletten, Subkutane oder intramuskuläre Injektion und in Einzelfällen auch als kontrollierte Infusion angewendet.
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Was ist Ketamin-assistierte Therapie?
Ketamin-assistierte Therapie ist ein modernes Behandlungsverfahren, bei dem ein seit Jahrzehnten bekanntes Medikament – Ketamin – gezielt eingesetzt wird, um psychotherapeutische Prozesse zu unterstützen. Ursprünglich als Narkosemittel entwickelt, kann Ketamin in niedriger, kontrollierter Dosierung die Wahrnehmung, Gedankenmuster und emotionale Verarbeitung vorübergehend verändern.
Viele Menschen berichten in dieser Phase von
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mehr innerem Abstand zu belastenden Gedanken
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einem leichteren Zugang zu Gefühlen
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neuen Perspektiven auf festgefahrene Themen
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einer kurzfristigen Entlastung bei Depression, Angst oder innerer Anspannung
Wichtig: Ketamin wirkt nicht „für sich allein heilend“. Der therapeutische Nutzen entsteht vor allem durch die Kombination mit sorgfältiger Vorbereitung und gezielter Integration der Erfahrungen.
Wie läuft die Behandlung ab?
Die Therapie besteht aus drei zentralen Phasen: Vorbereitung – Sitzung – Integration
1. Vorbereitung:
Die Grundlage für Sicherheit und Wirkung
Vor der eigentlichen Behandlung nehmen wir uns bewusst Zeit, um Sie gut kennenzulernen und gemeinsam einen sicheren Rahmen zu schaffen.
Dabei geht es um:
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Ihre aktuelle Situation und Beschwerden
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Ihre Lebensgeschichte und wichtige Erfahrungen
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Ihre Erwartungen und möglichen Ängste
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das Festlegen einer persönlichen Zielsetzung („Intention“)
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Sie erhalten zudem eine klare medizinische Aufklärung sowie Hinweise, wie Sie sich körperlich und mental vorbereiten können.
Diese Phase ist entscheidend: Eine gute Vorbereitung erhöht nachweislich die Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie.
2. Die Ketamin-assistierte Sitzung
Die Sitzung findet in einem ruhigen, geschützten Setting statt und wird durch medizinisch geschultes Fachpersonal begleitet.
Während der Wirkung von Ketamin (typischerweise 45–90 Minuten) befinden Sie sich in einem entspannten, oft nach innen gerichteten Zustand. Es können Gedanken, Bilder oder Erinnerungen auftauchen. Viele Menschen erleben eine veränderte Wahrnehmung von Zeit und Raum
Sie bleiben dabei jederzeit medizinisch überwacht.
Es besteht kein Leistungsdruck – es geht nicht darum, „etwas Bestimmtes zu erreichen“, sondern offen wahrzunehmen, was sich zeigt.
Oft unterstützen wir den Prozess durch ruhige Musik und eine Augenmaske (zur Förderung der Innenwahrnehmung)
Eine therapeutische Begleitung umfasst wenig bis keine Beeinflussung, sondern Herstellen von Sicherheit und Halten des Raumes.
3. Integration: Der wichtigste Teil der Therapie
Die eigentliche therapeutische Arbeit beginnt nach der Sitzung.
In der Integrationsphase geht es darum:
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Erlebtes zu verstehen und einzuordnen
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neue Einsichten in den Alltag zu übertragen
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emotionale Prozesse weiter zu begleiten
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nachhaltige Veränderungen zu fördern
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Dabei nutzen wir verschiedene Methoden, individuell angepasst:
Gesprächstherapie
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Strukturierte Reflexion der Erfahrung
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Einordnung von Gedanken, Gefühlen und Bildern
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Verbindung zu aktuellen Lebensthemen
Körperorientierte Therapie
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Wahrnehmung und Regulation von Spannungszuständen
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Arbeit mit Atmung, Körperempfinden und inneren Signalen
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Unterstützung bei der Verarbeitung von Stress und Trauma
Weitere integrative Ansätze
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Achtsamkeits- und Wahrnehmungsübungen
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kreative Methoden (z. B. Schreiben, Zeichnen)
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konkrete Schritte zur Veränderung im Alltag
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Ziel ist es, dass die Erfahrungen nicht „verfliegen“, sondern in eine echte, spürbare Entwicklung münden.
Für wen ist diese Therapie geeignet?
Ketamin-assistierte Therapie kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn:
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herkömmliche Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben
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depressive Verstimmungen, Ängste oder innere Blockaden bestehen
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der Wunsch nach einem neuen Zugang zu sich selbst besteht
Ob diese Therapieform für Sie geeignet ist, wird immer individuell und sorgfältig medizinisch abgeklärt.
Wichtiger Hinweis
Diese Therapie unterscheidet sich grundlegend von einem unkontrollierten Gebrauch von Ketamin.
Sie findet in einem klar strukturierten, sicheren und therapeutisch begleiteten Rahmen statt – mit dem Ziel, nachhaltige Veränderung und Stabilität zu fördern.
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Wenn Sie Fragen haben oder herausfinden möchten, ob diese Form der Therapie für Sie passend ist, beraten wir Sie gerne persönlich.